Konkrement
Als Konkrement bezeichnet man in der Zahnmedizin fest anhaftende, harte Ablagerungen auf der Zahnoberfläche, die sich unterhalb des Zahnfleischsaumes befinden. Im Gegensatz zum sichtbaren Zahnstein (Supragingivaler Zahnstein) befinden sich Konkremente (Subgingivaler Zahnstein) in den Zahnfleischtaschen auf der Wurzeloberfläche. Sie entstehen durch die Mineralisierung von bakteriellem Zahnbelag (Plaque) durch die im Sekret der Zahnfleischtaschen enthaltenen Mineralien.
Eigenschaften und Risiken
Konkremente sind meist viel härter als normaler Zahnstein und weisen eine dunkle, oft fast schwarze oder bräunliche Farbe auf. Diese Färbung entsteht durch Abbauprodukte des Blutes aus entzündetem Zahnfleisch. Die Oberfläche von Konkrementen ist rau und bietet ideale Bedingungen für die weitere Anlagerung von pathogenen Bakterien. Sie sind ein Hauptfaktor bei der Entstehung und Aufrechterhaltung einer Parodontitis. Die raue Oberfläche reizt das Gewebe permanent mechanisch und bakteriell, was zum Abbau des Knochens führt.
Diagnose und Behandlung
Da Konkremente unter dem Zahnfleisch liegen, sind sie bei einer normalen Sichtkontrolle oft nicht erkennbar. Der Zahnarzt ertastet sie mit speziellen Sonden oder erkennt sie auf Röntgenbildern als kleine Zacken an den Wurzeln.
Die Entfernung von Konkrementen ist der Kern jeder Parodontitisbehandlung. Da sie sehr fest haften, müssen sie mit speziellen Instrumenten (Küretten) oder Ultraschallgeräten im Rahmen einer geschlossenen oder offenen Wurzelreinigung (Scaling und Root Planing) mühsam abgekratzt werden. Eine glatte Wurzeloberfläche ist die Voraussetzung dafür, dass sich das Zahnfleisch wieder an den Zahn anlegen kann.