Maxilla

Die Maxilla, im Deutschen auch Oberkiefer genannt, ist ein wichtiger Knochen des menschlichen Schädels. Sie bildet den mittleren Teil des Gesichtsschädels und trägt die oberen Zähne. Die Maxilla ist ein paariger Knochen, das heißt, sie besteht aus zwei Hälften, die in der Mitte des Gesichts miteinander verwachsen sind. Sie spielt eine zentrale Rolle bei der Formgebung des Gesichts, der Stabilität des Kiefers und der Funktion des Kauens und Sprechens.

Anatomie und Aufbau

Die Maxilla ist ein komplexer Knochen, der mehrere wichtige Strukturen umfasst. Sie besteht aus einem Körper und vier Fortsätzen. Der Körper der Maxilla enthält die Kieferhöhle (Sinus maxillaris), eine luftgefüllte Höhle, die zur Belüftung der Nasenhöhle beiträgt und das Gewicht des Schädels reduziert.

Die vier Fortsätze der Maxilla sind der Stirnfortsatz, der Jochbogenfortsatz, der Gaumenfortsatz und der Alveolarfortsatz. Der Stirnfortsatz verbindet die Maxilla mit dem Stirnbein, der Jochbogenfortsatz zum Jochbein, der Gaumenfortsatz bildet den vorderen Teil des harten Gaumens, und der Alveolarfortsatz enthält die Zahnfächer (Alveolen) für die oberen Zähne.

Funktion

Die Maxilla erfüllt mehrere wichtige Funktionen. Sie trägt die oberen Zähne und ist somit entscheidend für das Kauen und die Nahrungsaufnahme. Außerdem bildet sie einen Teil der Augenhöhle und der Nasenhöhle, wodurch sie zum Schutz dieser empfindlichen Strukturen beiträgt.

Darüber hinaus ist die Maxilla an der Artikulation der Sprache beteiligt, da sie zusammen mit dem Unterkiefer und der Zunge die Lautbildung ermöglicht. Die Kieferhöhle in der Maxilla hilft, die Resonanz der Stimme zu beeinflussen.

Entwicklung

Die Maxilla entwickelt sich embryonal aus dem ersten Kiemenbogen. Sie beginnt bereits in der sechsten bis siebten Schwangerschaftswoche zu wachsen. Während des Wachstums verschmelzen die beiden Hälften der Maxilla in der Mittellinie. Eine unvollständige Verschmelzung kann zu Fehlbildungen wie der Lippen-Kiefer-Gaumenspalte führen.

Ursachen und Bedeutung von Erkrankungen

Erkrankungen der Maxilla können verschiedene Ursachen haben. Traumatische Verletzungen, wie Brüche durch Unfälle, sind häufig. Solche Frakturen können Schmerzen, Schwellungen und Funktionsstörungen beim Kauen verursachen.

Entzündliche Erkrankungen, beispielsweise eine Sinusitis maxillaris, betreffen die Kieferhöhle und können zu Schmerzen im Bereich der Maxilla, Nasenverstopfung und allgemeinem Unwohlsein führen.

Tumore oder Zysten in der Maxilla sind seltener, können aber durch Druck auf umliegende Strukturen Beschwerden verursachen und erfordern eine genaue Diagnostik.

Symptome bei Problemen mit der Maxilla

Beschwerden im Bereich der Maxilla äußern sich häufig durch Schmerzen, Schwellungen, Bewegungseinschränkungen des Kiefers oder Zahnlockerungen. Bei einer Sinusitis können zusätzlich Kopfschmerzen, Druckgefühl im Gesicht und verstopfte Nase auftreten.

Im Falle von Frakturen können Fehlstellungen des Oberkiefers, Blutungen oder Taubheitsgefühle im Gesicht vorhanden sein. Veränderungen der Gesichtsform oder Schwierigkeiten beim Sprechen und Kauen sind ebenfalls möglich.

Diagnose

Die Diagnose von Erkrankungen oder Verletzungen der Maxilla erfolgt meist durch eine Kombination aus Anamnese, klinischer Untersuchung und bildgebenden Verfahren. Röntgenaufnahmen, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglichen eine genaue Beurteilung der Knochenstruktur und eventueller Veränderungen.

Bei entzündlichen Erkrankungen kann zusätzlich eine Nasen- oder Abstrichuntersuchung hilfreich sein, um die Ursache der Entzündung zu identifizieren.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Erkrankung oder Verletzung. Bei Frakturen der Maxilla kann eine Ruhigstellung oder operative Versorgung notwendig sein, um die korrekte Stellung des Knochens wiederherzustellen.

Entzündliche Erkrankungen wie eine Sinusitis werden meist mit abschwellenden Mitteln, Schmerzmitteln und gegebenenfalls Antibiotika behandelt. In schweren oder chronischen Fällen kann eine Operation zur Reinigung der Kieferhöhle erforderlich sein.

Tumore oder Zysten in der Maxilla erfordern eine chirurgische Entfernung und gegebenenfalls weitere Therapien, abhängig von der Art und Ausdehnung der Erkrankung.

Nachsorge und Prognose

Nach einer Behandlung der Maxilla ist eine sorgfältige Nachsorge wichtig, um Komplikationen zu vermeiden und die volle Funktion wiederherzustellen. Dies kann regelmäßige Kontrolluntersuchungen, Mundhygiene und gegebenenfalls Physiotherapie zur Verbesserung der Kieferbeweglichkeit umfassen.

Die Prognose hängt stark von der Art und Schwere der Erkrankung ab. Bei frühzeitiger Diagnose und angemessener Behandlung sind die Heilungschancen in der Regel gut.

Prävention

Vorbeugend ist es wichtig, Verletzungen der Maxilla zu vermeiden, beispielsweise durch das Tragen von Schutzhelmen bei Sportarten mit erhöhtem Verletzungsrisiko. Eine gute Mundhygiene und regelmäßige Zahnarztbesuche helfen, Entzündungen und Zahnprobleme zu verhindern.

Bei genetischer Veranlagung oder bekannten Fehlbildungen ist eine frühzeitige Beratung und gegebenenfalls Behandlung durch Fachärzte sinnvoll.

Wann zum Arzt?

Ein Arzt sollte aufgesucht werden, wenn Schmerzen, Schwellungen oder Bewegungseinschränkungen im Bereich des Oberkiefers auftreten, insbesondere nach einem Unfall. Auch bei anhaltender verstopfter Nase, Gesichtsdruck oder wiederkehrenden Infektionen der Nasennebenhöhlen ist eine ärztliche Abklärung ratsam.

Zudem sollten Veränderungen der Gesichtsform, Zahnlockerungen oder Schwierigkeiten beim Sprechen und Kauen zeitnah untersucht werden, um mögliche Erkrankungen der Maxilla frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

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