Zahnzement

Der Zahnzement ist eine dünne, mineralisierte Hartsubstanz, die die Zahnwurzel vollständig umgibt. Er bedeckt das Wurzeldentin und stellt die Verbindung zwischen Zahnwurzel und Zahnhalteapparat her. Obwohl der Zahnzement deutlich weniger bekannt ist als Zahnschmelz oder Dentin, spielt er eine entscheidende Rolle für die Stabilität und Funktion eines Zahnes.

Aufbau und Eigenschaften

Der Zahnzement ähnelt in seiner Zusammensetzung dem Knochen. Er besteht zu etwa 45 bis 50 Prozent aus anorganischen Mineralien, hauptsächlich Hydroxylapatit, und zu etwa 50 bis 55 Prozent aus organischen Bestandteilen und Wasser.

Im Gegensatz zum Knochen besitzt der Zahnzement jedoch keine eigene Blutversorgung. Er wird über das umliegende Gewebe ernährt.

Man unterscheidet zwei Hauptformen:

Der azelluläre Zement befindet sich überwiegend im oberen Bereich der Wurzel und dient hauptsächlich der Verankerung des Zahnes.

Der zelluläre Zement befindet sich vor allem im Bereich der Wurzelspitze und enthält spezielle Zellen, sogenannte Zementozyten. Er spielt eine wichtige Rolle bei Reparatur- und Anpassungsvorgängen.

Funktion

Die wichtigste Aufgabe des Zahnzements ist die Verankerung des Zahnes im Kieferknochen. In den Zahnzement strahlen die Fasern des Zahnhalteapparates ein. Diese kollagenen Fasern verbinden die Zahnwurzel mit dem umgebenden Knochen und wirken wie ein natürliches Aufhängungssystem.

Dadurch kann der Zahn Kaubelastungen aufnehmen und gleichzeitig minimale Bewegungen ausführen, ohne dass Schäden entstehen.

Der Zahnzement ist außerdem an Reparaturvorgängen beteiligt. Kleine Defekte an der Wurzeloberfläche können durch Neubildung von Zement teilweise ausgeglichen werden.

Erkrankungen und Veränderungen

Im Rahmen einer Parodontitis kann Zahnzement freigelegt werden. Da Zement weicher als Zahnschmelz ist, reagiert er empfindlicher auf mechanische und bakterielle Einflüsse.

Freiliegender Zahnzement kann zu Überempfindlichkeiten führen und bietet ein erhöhtes Risiko für Wurzelkaries.

Bei bestimmten Erkrankungen oder nach Traumata kann es zu Resorptionen kommen. Dabei wird Zahnzement zusammen mit der darunterliegenden Zahnwurzel abgebaut.

Bedeutung für die Zahnmedizin

Bei Parodontitisbehandlungen wird großer Wert auf die Reinigung der Wurzeloberflächen gelegt. Dabei müssen bakterielle Beläge entfernt werden, ohne unnötig viel Zahnzement abzutragen.

Auch in der Endodontie, Implantologie und Kieferorthopädie spielt die Gesundheit des Zahnzements eine wichtige Rolle für den langfristigen Zahnerhalt.

Urlaub

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vom 20.10.2025 – 24.10.2025 geschlossen.

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